Falafel: Die vegane Alternative zu klassischem Dönerfleisch

Falafel: Die vegane Alternative zu klassischem Dönerfleisch

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Die Falafel kennen die meisten Döner-Fans vor allem als vegane bzw. vegetarische Alternative zum herkömmlichen Dönerfleisch. Wer schon einmal Falafeln probiert hat, der weiß, dass die kleinen Bällchen eine ernsthafte Konkurrenz für Hähnchen und Kalb darstellen können. Und das nicht nur als vegane Alternative.

Die Falafel stammt ursprünglich aus der arabischen Küche und wird vom Durchschnittsbürger im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika fast täglich konsumiert. Der einleuchtende Grund: Falafeln sind günstig und einfach zu machen.

Doch woraus bestehen Falafeln überhaupt und wie gesund sind sie im Vergleich zu Dönerfleisch? Ich habe die Inhaltsstoffe, die Zubereitungsart und die Geschichte der frittierten Bällchen für Dich recherchiert.

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1. Zutaten und Zubereitung: Falafeln selber machen

Zutaten und Zubereitung: Falafeln selber machen

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Im Folgenden erfährst Du, wie Falafeln typischerweise Schritt für Schritt zubereitet werden.

  • 1. Vorbereitung der groben Masse
    Falafeln bestehen in erster Linie aus Bohnen und Kichererbsen, die zunächst einmal über Nacht eingeweicht werden. Danach zerstampft man sie und dreht sie durch den Fleischwolf, damit ein gleichmäßiges Mus entsteht.
  • 2. Würzung
    Im nächsten Schritt werden Korianderkraut, Knoblauch, Lauchzwiebeln und Petersilie in kleine Stücke gehackt und hinzugegeben. Außerdem werden der Masse geringe Mengen Backpulver, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel beigemischt. Dill und Cayennepfeffer sind optional. Um den Geschmack zu verfeinern, kann bei Bedarf zudem Bulgur oder Couscous hinzugegeben werden.
  • 3. Zusammenmischen
    Die daraus entstandene Masse wird zusammengemischt und noch einmal durch den Fleischwolf gedreht. Der rohe Teig ist damit fertig und sollte nun einige Zeit ruhen.
  • 4. Bällchen formen und frittieren
    Im letzten Schritt werden aus dem Teig kleine Bällchen geformt. Das geschieht entweder per Hand oder mithilfe eines speziellen Falafelportionierers. Danach frittiert man sie für einige Zeit, woraufhin sie verzehrbereit sind.

Als Beilagen empfehle ich Hummus, gebratenes Gemüse und Fladenbrot. Viele Menschen mischen zudem Sesamsoße bzw. Sesampaste (Tahina) hinzu, damit das Gericht nicht zu trocken schmeckt.

Rezepte mit exakten Mengenangaben findest Du zum Beispiel auf Chefkoch.

2. Nährwert: Wie viele Kalorien haben Falafeln?

Über die Nährwerte der Falafeln

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Zwar sind Falafeln eine vegetarische/vegane Alternative zu Dönerfleisch, auf 100 Gramm gerechnet haben sie jedoch sogar eine höhere Energiedichte als zum Beispiel Hähnchenfleisch. Hierbei musst Du natürlich bedenken, dass sie gleichzeitig über ein größeres Volumen verfügen und deshalb eher satt machen (zehn Stück entsprechen circa 200 Gramm).

  • Kalorien: 324 kcal
  • Protein: 13,9 g
  • Kohlenhydrate: 37 g (davon 4,2 g Zucker)
  • Fett: 12,9 g
  • Ballaststoffe: 9,8 g

Hähnchenfleisch hat im Vergleich dazu auf 100 Gramm circa 258 kcal, 21,7 g Protein, 3,1 g Kohlenhydrate und 17,7 g Fett. Das ist übrigens wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, dass vegan nicht gleich kalorienarm bedeutet.

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3. Die Geschichte der Falafel

Die Geschichte der Falafel

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Der Ursprung der Falafel ist – genau wie beim Döner Kebab – sehr umstritten. Manche Experten sind der Meinung, dass Falafeln ihren Ursprung in Ägypten als Ta’amia haben, andere sind davon überzeugt, dass sie von christlichen Kopten als Alternative zu Fleisch während der Fastenzeit erfunden wurden. Wieder andere sehen ihren Ursprung im Libanon oder in Palästina.

In Deutschland gibt es die Falafel seit Anfang der 1980er Jahre. Während es sie ursprünglich nur in arabischen Imbissen gab, wurde die Tradition relativ schnell von türkischen Dönerbuden übernommen. Der Trend in Richtung Vegetarismus/Veganismus findet schließlich immer mehr und mehr Anhänger, die ebenfalls versorgt werden möchten und als potenzielle Kunden für Dönerfleisch wegfallen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 13. September 2021 aktualisiert.