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Lahmacun: Fladenbrot mit Hackfleisch-Mischung

Lahmacun: Woraus besteht die "türkische Pizza"? Woher stammt sie?Beim Lahmacun handelt es sich um ein sehr dünnes Fladenbrot, das mit einer Mischung aus Hackfleisch, Zwiebeln und Tomaten bestrichen und im Steinofen knusprig gebacken wird. In Deutschland ist die Speise aus dem arabischen Raum vor allem als „türkische Pizza“ bekannt. Der Begriff Lahmacun stammt ursprünglich aus dem Aramäischen („lahm am dschun„) und kann in etwa mit „Teig mit Fleisch“ übersetzt werden.

Lahmacun ist eine Speise, die sehr leicht, schnell und mit wenigen Mitteln zubereitet werden kann. Hierbei handelt es sich um eine typische Speise aus dem Nahen Osten, die sich mittlerweile allerdings weltweit als leckerer Snack etabliert hat.

Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, welche Inhaltsstoffe ein klassisches Lahmacun enthält, wie das dünne Fladenbrot zubereitet wird, woher es ursprünglich stammt und wie es in Deutschland verkauft wird.

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Rezept: Inhaltsstoffe & Zubereitung

Zunächst einmal vermischen Sie die Zutaten, aus denen Sie den Teig machen, und formen diese homogene Masse zu einem circa tellergroßen, wenige Millimeter dicken Fladen. Bei den Zutaten handelt es sich um Weizenmehl, Hefe, Wasser, Salz und Olivenöl.

Den entstandenen Fladen bestreichen Sie nun mit einer speziellen Hackfleisch-Mischung. Diese Mischung besteht aus dem namensgebenden Hackfleisch (wahlweise aus Lamm- oder Rindfleisch), Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Paprikamark, Kreuzkümmel, Sumach, Pfeffer und Salz.

Zum Schluss backen Sie das belegte Fladenbrot – idealerweise in einem Steinofen – kross. Da die wenigsten Leser über einen Steinofen verfügen, funktioniert natürlich auch ein normaler Backofen – am besten mit einem speziellen Pizzastein. Wenn Sie das Lahmacun kross gebacken haben, bestücken Sie es noch mit frischer Petersilie und einem Stück Zitrone, dass Sie über dem Lahmacun auspressen. Optional können Sie die türkische Pizza zusätzlich mit Pul Biber würzen (Vorsicht: Scharf!).

Danach rollen Sie das Lahmacun zusammen, umwickeln es mit einer Serviette oder einem Stück Küchenrolle und genießen Ihr Werk. Guten Appetit! Ausführliche Rezepte mit konkreten Mengenangaben finden Sie beispielsweise auf Chefkoch.de.

Wem das alles zu viel Arbeit ist, der greift ganz einfach zu türkischer Pizza aus der Tiefkühltruhe. Diese steht in den meisten großen Supermärkten in der Pizza-Abteilung zur Auswahl. Uns schmeckt diese Variante sogar gar nicht mal so schlecht. Einen Versuch ist die Tiefkühlvariante daher allemal wert!

So wird Lahmacun in Deutschland angeboten

Ähnlich wie beim klassischen Döner Kebab, unterscheidet sich die Zubereitungsart des Lahmacun von der seines Ursprungslandes. In Deutschland wird die türkische Pizza oftmals als Alternative zu Fladenbrot oder Yufka-Brot eingesetzt und nicht als einzelne Speise. Gefüllt wird die türkische Pizza dann auf Wunsch mit den üblichen Zutaten eines Döner-Sandwiches. Sprich: Mit Salat, mit Soße und mit Fleisch.

Lahmacun gab es bereits vor 4.000 Jahren

Erste Aufzeichnungen über die Existenz von Lahmacun werden auf einen Zeitraum von vor über 4.000 Jahren zurückdatiert. Damals haben die Assyrer (das sind die heutigen Iraker) bereits eine sehr ähnliche Variante des heutigen Lahmacuns zubereitet.

Diese ursprüngliche Variante hat den arabischen Raum vermutlich in Richtung Griechenland verlassen. Von dort aus haben sich das Rezept und die Zubereitungsart auf der ganzen Welt verbreitet.

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Kritik am Begriff „türkische Pizza

Der Begriff „türkische Pizza“ verdeutlicht zwar recht anschaulich worum es bei Lahmacun geht, allerdings ist er prinzipiell eher schlecht gewählt. Lahmacun gab es nämlich bereits lange bevor die klassische Pizza erfunden wurde. Auf diesem Umstand beharren vor allem die Menschen aus dem arabischen Raum, da sie sich bei der Verwendung dieses Begriffs um ihr Erbe betrogen fühlen.

Ganz verdenken kann man es ihnen natürlich nicht. Wenn die geschichtlichen Aufzeichnungen tatsächlich der Wahrheit entsprechen, sollten wir die italienische Pizza daher eher als „italienisches Lahmacun“ bezeichnen.